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Vier Fragen an Steffi Quint

Mit unserer Besucherbetreuerin Frau Quint im Interview

Die Kernaufgaben eines Museums lauten „Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln“ Um diesen Aufgaben nachgehen zu können, gibt es in einem Museum verschiedene Tätigkeitsbereiche.

Heute waren wir im Interview mit einer Mitarbeiterin der Besucherbetreuung in den Ausstellungsräumen. Was wäre unser Museum ohne das aufgeweckte und sympathische Aufsichtspersonal? Es begrüßt und begleitet unsere Besucher in den Ausstellungsräumen und ist Ansprechpartner für deren Anliegen. Aber das ist längst nicht alles.

Frau Quint ist gelernte Maschinenbauzeichnerin und seit 1. Januar 2007 als Aufsicht an unserem Museum tätig. Stellvertretend für ihre Kollegen und Kolleginnen stand Sie Rede und Antwort, was die Tätigkeit einer Aufsicht ausmacht.

Welche Arbeitschritte sind nötig bevor man die ersten Besucher des Tages einlassen kann und welche, nachdem die letzen Besucher des Tages gegangen sind?

Das Museum öffnet an einem Wochentag um 9.00 Uhr. Vorher kontrollieren wir die Ausstellungsräume. Wir schauen, ob alles in Ordnung ist. Sind die Räume sauber? Funktioniert die Technik, wie z. B. die Beleuchtung oder die Mikroskope? Und auch der Vulkanfilm muss einsatzbreit sein. Wenn nötig, reinigen wir auch die Vitrinen, damit die Besucher nicht von fettigen Fingerabdrücken abgelenkt werden. Zum Schluss werden dann die Eingangstüren aufgeschlossen, und dann kann es losgehen mit der Einlasskontrolle.

Morgens und nachmittags kümmern wir uns auch um die Pflanzen in der „Oase“, dort wachsen Farne, Baumfarne und Zimmertannen, die es warm und feucht lieben. Also werden diese regelmäßig gegossen und besprüht.

In der Woche schließen wir um 17.00 Uhr das Museum. Wir kontrollieren erneut die Ausstellungsräume. Manchmal lassen Besucher ihrem Müll liegen, den sammeln wir natürlich ein. Selten passiert es, dass in der Ausstellung etwas beschädigt wurde. Das wird von uns dokumentiert und an den entsprechenden Bereich weitergeleitet.

Was hat Sie dazu bewogen, im Museum für Naturkunde als Aufsicht zu arbeiten?

Ich bin ein Naturmensch und interessiere mich sehr für Geo- und Biowissenschaften. Außerdem bin ich gerne unter Menschen – besonders gern unter jungen Leuten. Von einer Mitarbeiterin des Museums, die ich persönlich gut kenne, habe ich damals den Tipp zur Bewerbung als Aufsichtspersonal im Museum erhalten. Also bewarb ich mich umgehend. Das war im Jahr 2006. Nun bin ich seit fast 10 Jahren hier.

Was macht Ihnen bei Ihrem Job am meisten Spaß?

Die leuchtenden Augen der Kinder zu sehen, wenn sie einzigartige Exponate, wie den präparierten Grizzlybären namens „Taps“ oder den einst im Chemnitzer Tierpark lebenden Löwen „Sultan“ entdecken, ja auch, wenn die Besucher beim animierten Ausbruch des Vulkans kurz zusammenzucken und anschließend staunen, dass das alles in Chemnitz vor Jahrmillionen passierte. Das ist immer wieder eine große Freude, denn diese Begeisterung ist ansteckend.

Außerdem wissen selbst viele Chemnitzer nicht, was für ein Schatz in Form des Versteinerten Waldes unter ihren Füßen liegt. So ist es immer wieder schön zu sehen, dass die Besucher mit dem Gefühl aus dem Museum gehen „Chemnitz ist mit seinen fossilen Hölzern weltweit etwas ganz Besonderes“.

Auf welche Exponate machen Sie die Besucher besonders aufmerksam?

Oh, da gibt es einige Exponate, die spannend sind.

Da wäre z. B. das Fossil des Jahres 2010, der größte Schachtelhalm der Welt, Arthropitys bistriata oder das Fossil des Jahres 2015, der größte jemals an Land lebende Gliederfüßer, Arthropleura armata.

Das Insektarium mit Schmetterlingen, einen lebenden Bienenstock und Spinnen ist immer ein Publikumsmagnet.

Aber auch in den wechselnden Sonderaustellungen gibt es stets Neues zu entdecken. Gerade kommt in der Sonderausstellung „HAI- Räuber seit Jahrmillionen“ das „streichelbare“ Präparat des weißgepunkteten Bambushais sehr gut an und natürlich das Meerwasser-Aquarium mit den lebenden, braun gebänderten Bambushaien.

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Museum für Naturkunde Chemnitz | Moritzstraße 20, 09111Chemnitz
Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9-17 Uhr | Sa, So 10-18 Uhr
www.naturkunde-chemnitz.de | info@naturkunde-chemnitz.de
Tel. 0371 - 488 45 51 | Fax 0371 - 488 45 97