Projekte des Museums

Projekte des Museums

Hier finden Sie eine Auflistung unserer aktuellen und bereits abgeschlossenen Projekte.

Aktuelle Projekte


ANALYSIS OF AN EARLY PERMIAN FOREST ECOSYSTEM PRESERVED IN SITU BY VOLCANISM

The project deals with the detailed reconstruction of a petrified forest ecosystem of early Permian age which was preserved and embedded by pyroclastic ash depositions. The scientific focus is on investigations concerning palaeoclimatic and palaeoecological conditions in combination with adaptation strategies of the plants once growing in the forest.

Project Description and Targets

 

Period of time:
Start: 01.10.2014 | Period: 3 Years

Funding:
Finances: 355,000 Euro | Employees: PhD student + Technical staff + student assistant

Project Description:
A recently (2008-11) excavated locality in the Chemnitz Petrified Forest of early Permian age (290.6 ± 1.8 Ma) occurring within the Leukersdorf Formation of the Chemnitz Basin, Germany, provides evidence for an outstanding fossil assemblage buried instantaneously by pyroclastics. This autochthonous fossil deposit preserves the most complete Permian forest ecosystem known to date. Fifty-three trunk bases, still standing upright in their place of growth and rooting in the underlying palaeosol, characterise this fossil Lagerstätte as a unique window into the past that gives insights into a lowland environment sheltering a dense hygrophilous vegetation as well as a diverse fauna of vertebrates, arthropods and gastropods, several of them recognised for the first time from the Permian. The comprehensive data-set of 3D coordinates gathered for every fossil find resulted in a special database and a 3D model applied as research tool to attain fundamental information not only on the specific volcanic taphonomy with complex diagenetic and fossilisation processes, but also permits the reconstruction of this ancient ecosystem. The habitat cyclicity documented in growth rings of arboreal woody plants provides for the first time the opportunity to implement the 4th dimension within this in-situ ecosystem. This approach will enhance our understanding of a diverse vegetation on non-peat-forming mineral stands, will shed light on their spatial heterogeneity, density, and canopy structure and will considerably add to our view on ecological relationships, food chains and evolutionary dynamics within the early Permian.

Participants

 

Privatdozent Dr. Ronny Rößler (Projektleiter)
Professor Dr. Manfred Barthel
Dr. Jason A. Dunlop
Professor Dr. Zhuo Feng
Professor Dr. Jens Götze
Dozent Dr. Stanislav Oplustil
Josef Psenicka, Ph.D.
Professor Dr. Jörg W. Schneider
Dr. Ralf Werneburg
Dr. Thorid Zierold

Results
 
Abschnitt

[...]

 
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HORNSTEINTREFFEN
Der Hornstein-Workshop

Im Jahre 2002 wurde die Idee geboren, interessierte Sammler an einen Tisch zu holen, um über seltsame fossilführende Silizite zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Es entstand ein inzwischen schon traditioneller Workshop im Museum für Naturkunde, der jedes Jahr wieder den Kontakt zwischen Wissenschaftlern und Sammlern ermöglicht. Interessante Vorträge runden das Programm ab.

Projektbeschreibung und Zielstellung

 

Projektzeitraum:
Beginn: 2002 | Dauer: jährliche Treffen

Projektbeschreibung:

Fossilführende Hornsteine sind spannende Zeitzeugen. Sie enthalten dreidimensional überlieferte Fossilien, welche im Quarz fast für die Ewigkeit konserviert sind. Prominente Beispiele sind der „Rhynie Chert“ aus Schottland mit frühen Landpflanzen oder der Kreide-Feuerstein von der Ostseeküste. Im Perm kam es zur umfangreichen Bildung dieser Silizite in Europa. Vereinfachend könnte man sie als „versteinerte Sümpfe“ bezeichnen.

Solche Hornsteine sind nicht immer leicht zu erkennen und erst seit der Jahrtausendwende wird das Material intensiver gesammelt und bearbeitet. Um einen intensiveren Kontakt zwischen Sammlern und Wissenschaftlern zu fördern wurde 2002 ein jährlich im April stattfindender Workshop ins Leben gerufen, auf welchem Themen und Funde rund um den fossilführenden Hornstein diskutiert werden können.

Teilnehmer/-innen
Gruppenfoto Hornsteintreffen 2007

An den jährlichen Treffen nehmen bis zu 50 Personen teil.  Darunter befinden sich Sammler und Wissenschaftler aus Sachsen, dem In- und Ausland. An der Thematik Interessierte sind herzlich eingeladen, am Workshop teilzunehmen. Die Veranstaltung ist kostenlos und wird unterstützt vom Freundeskreis des Museums für Naturkunde Chemnitz.

Ergebnisse
 

Eine Liste der Vorträge sind auf der Website www.kieseltorf.de zu finden.

Galerie
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Mehr zum Thema fossilführende Hornsteine finden Sie auf www.kieseltorf.de.

Hornstein-Workshops der vergangenen Jahre


Abgeschlossene Projekte


CHEMNITZER FALTERNÄCHTE
Beobachtungen nachtaktiver Schmetterlinge im Wasserwerkspark

Unsere Arbeitsgemeinschaft Insektenkunde erforscht die Nachtfalterfauna von Chemnitz. Als Besonderheit des Projektes laden wir interessierte Bürger aus Chemnitz und anderen Regionen zur aktiven Mitarbeit ein. Bis jetzt haben wir schon mehr als 300 Nachtfalterarten nachgewiesen!

Projektbeschreibung und Zielstellung

 

Projektzeitraum:
Beginn:  | Dauer: etwa 3-4 Stunden

Bitte Taschenlampe mitbringen und warme Sachen anziehen!

Projektbeschreibung:
Am Ende der "blauen Stunde", wenn der letzte Drosselruf verklungen ist und das letzte Licht des Tages erlischt, laden wir Sie ein, einen Entomologen (Insektenforscher) beim nächtlichen Lichtfang, einem Teil seiner wissenschaftlichen Arbeit, zu begleiten. Mit Hilfe einer Speziallampe werden die nachtaktiven Insekten, vor allem Schmetterlinge, wie durch Zauberei aus der Dunkelheit des Waldes auf ein weißes Tuch gelockt. Hier können sie in Ruhe betrachtet, bestimmt, fotografiert und sogar angefasst werden. Die Ergebnisse werden dokumentiert, wissenschaftlich ausgewertet und später veröffentlicht.

Teilnehmer/-innen

Wir laden interessierte Bürger aus Chemnitz und anderen Regionen zur Begleitung und aktiven Mitarbeit eines Entomologen (Insektenforscher) beim nächtlichen Lichtfang ein.

Ergebnisse

Die Schmetterlinge können in Ruhe betrachtet, bestimmt, fotografiert und sogar angefasst werden. Die Ergebnisse werden dokumentiert, wissenschaftlich ausgewertet und später veröffentlicht. Bis jetzt haben wir schon mehr als 300 Nachtfalterarten nachgewiesen!

Galerie
Weitere Links
 
Flyer der Falternächte zum Download

VERSTEINERTER WALD CHEMNITZ
Vom Vulkanismus konservierte Momentaufnahme aus dem Perm

Kern des Projektes (AZ: I/84638) ist die Erforschung des äußerst umfangreichen Fossilmaterials, das bei der ersten wissenschaftlichen Grabung nach dem Versteinerten Wald geborgen wurde. Dieser völlig neuen Qualität von Informationen über ein in-situ-Ökosystem der Permzeit stellen wir uns mit der umfassenden präparativen und wissenschaftlichen Erschließung der weltweit einzigartigen Funde.

Projektbeschreibung und Zielstellung

 

Projektzeitraum:
Beginn: 2010 | Dauer: 2 Jahre + 1 Jahr Verlängerung

Projektbeschreibung:
Mit der ersten wissenschaftlichen Grabung nach dem Versteinerten Wald wurde ein fossiler Regenwald aus dem Perm freigelegt und geborgen. Die hier vorgefundene Taphozönose, eine weltweit einzigartige in-situ-Konserve des Lebens vor über 290 Millionen Jahren, entstand im Zuge des Ausbruchs des Zeisigwald-Vulkans.

2008-2010 protokollierte das Grabungsteam 550 Funde permineralisierter Pflanzen, 48 davon noch aufrecht in Wuchsposition stehend, 1000 Abdruckfossilien und eine Vielzahl detaillierter Beobachtungen und Messungen am Fossil- und Gesteinskomplex. Erstmalig wurden die Fossilien im Kontext genauer Lagedaten und Beobachtungen dokumentiert und entnommen, welche Rückschlüsse auf ökologische Verflechtungen im ehemaligen Biotop erwarten lassen.

Der Erfolg des Forschungsvorhabens wird neben der Auswertung der Funde selbst maßgeblich von der Entwicklung einer praktikablen Datenablagestruktur bestimmt werden, welche sicherstellt, dass sämtliche gewonnenen Informationen (Einbettung/Taphonomie, Morphologie/Anatomie, Synökologie im Lebensraum) im Komplex bearbeitet und interpretiert werden können. Das für das Forschungsvorhaben mit Hilfe der Kooperationspartner zu erstellende Datenmanagement-System wird die Visualisierung der Fundsituation im 3D-Modell vorbereiten, die Rekonstruktion einer vor 290 Millionen Jahren entstandenen Taphozönose ermöglichen und so mehr und mehr selbst zum Erkenntniswerkzeug moderner Paläobotanik werden.

Ziel des beantragten Forschungsvorhabens ist es, die Funde und Daten umfassend zu erschließen, für Forschung, Bildung und Vermittlung nutzbar zu machen und so einen nachhaltigen Impuls für das Verständnis einschneidender Naturereignisse und ihrer Rolle bei der Überlieferung fossiler Sachzeugen der Erd- und Lebensgeschichte zu geben.

Methodik. Das Forschungsvorhaben basiert auf einer erstmals zusammenhängend am Wuchsort ausgegrabenen Lebensgemeinschaft mit sehr gut erhaltenen tierischen und pflanzlichen Fossilien. Bereits jetzt lassen sich bislang unbekannte Wuchsformen bei permischen Calamiten, Cordaiten und Medullosen ableiten. Da wegen der erstmals in größerem Ausmaß nachgewiesenen räumlichen Verzweigung, Beblätterung und Bewurzelung mehrfach wissenschaftliches Neuland betreten wird, sind einige Pflanzengruppen im Zuge der Bearbeitung umfassend zu revidieren. Pflanze-Tier- bzw. Pflanze-Pflanze-Interaktionen, wie z.B. Pilzbefall oder Fraßspuren, aber auch die erstmals nachgewiesenen Wirbeltierreste (2 nahezu komplette Reptilienskelette sowie weitere disartikulierte Knochenfunde) und Landschnecken werden sich darüber hinaus auf die ökologische Analyse der Lebensgemeinschaft und der Nahrungsbeziehungen im Lebensraum auswirken.

Im Zuge der Grabung am klassischen Fundort Chemnitz-Hilbersdorf konnten erstmals Beobachtungen gemacht werden, mit Hilfe derer sowohl der Mechanismus als die physikochemische Seite der Zerstörung und Einhüllung der Biozönose in Pyroklastika Aufklärung versprechen. Dazu gehören beispielsweise Bleichungssäume unterschiedlicher Charakteristik, Entgasungskanäle und Strömungsschatteneffekte um die fossilen Pflanzenachsen. Diese taphonomischen Informationen werden im Datenmodell der Fundsituation erfasst und in Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg und beiderseitig betreuten Qualifikationsarbeiten thematisiert.

Die 3D-Lagekoordinaten der Fossilfunde wurden im Zuge der Ausgrabungen erfasst und in speziellen Fundprotokollen dokumentiert. Etwa 20000 Fotos und Skizzen unterstützen die verbalen Beschreibungen der Fundsituation. Zeitgemäßes Datenmanagement soll neben der Möglichkeit der Visualisierung der Fundsituation und der einzelnen Ablagerungsereignissen zugeordneten Fossilreste auch Erkenntnisse zur Biomechanik, Ökologie und Ablagerungsdynamik erlauben.

Teilnehmer/-innen

 

PostDoc Dr. Zhuo Feng
Mathias Merbitz (Geologietechniker)
Dr. Ronny Rößler (Paläobotanik)
Dr. Thorid Zierold (Projektkoordination)
Ralph Kretzschmar
Volker Annacker

Ergebnisse

 

Selbsteinschätzung zu den ursprünglichen Zielen und Planungen

Das für die Arbeit im Projekt essenzielle Datenablagesystem wurde im Laufe des Forschungsvorhabens durch den wissenschaftlichen Volontär des Museums professionalisiert, und damit konnten die Funddaten online verfügbar gemacht werden.
Durch Detailstudien im Rahmen mehrerer universitärer Qualifikationsarbeiten gelangen Lösungsansätze auf dem Gebiet der Mineralisation von Hölzern, der Rekonstruktion permischer Pflanzen, Tiere und Lebensräume und der Bio- und Lithofaziesanalyse permischer Rotsedimente.

Die geologisch-paläontologische Präparation der Funde nahm wesentlich mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich veranschlagt. Aus diesem Grund wurde der Bearbeitungsschwerpunkt auf einzelne, besonders aussagekräftige in-situ-Funde, die noch aufrecht an ihren Wuchsorten stehen, gelegt.
Leider war die anatomische Erhaltung einiger Kieselhölzer für eine Identifikation auf Gattungs- und Artniveau nicht ausreichend, so dass nicht alle in Wuchsposition stehenden Stämme identifiziert werden konnten.

Im Projektzeitraum wurden mehrere Publikationen in peer reviewed Journals veröffentlicht. Darüber hinaus sind die Antragsteller zu einem Artikel „Naturwissenschaftliche Forschung – Forschung in Naturmuseen“, veröffentlicht im Metzler-Handbuch Museen, eingeladen worden.
Schließlich sind vom Projektteam und den Kooperationspartnern eine Vielzahl von Artikeln in deutsch- und englischsprachigen Fachzeitschriften, Tagungsbänden sowie zahlreiche populärwissenschaftliche Medienbeiträge veröffentlicht worden.

Im Nachgang des im Februar 2012 durchgeführten Expertenworkshops rückten zahlreiche tierische Funde als Erstnachweise für Chemnitz in den Fokus. Im Lauf des Projektes hat sich herausgestellt, dass diese wissenschaftlich von großem Interesse sind, da einige wie z.B. die Skorpione oder der Geißelskorpion Erstnachweise für das Perm überhaupt darstellen. Andere Funde, wie Arthropleura oder die Trigonotarbiden, repräsentieren die jüngsten Belege ihrer Gruppe weltweit.

Erkenntnisgewinn durch interdisziplinäre und internationale Zusammenarbeit und wissenschaftliches Umfeld

Der Kontakt zu internationalen Wissenschaftlern wurde auf Tagungen und Workshops gepflegt und zielgerichtet erweitert. So gelang nicht nur die Einbindung des Projektes in Forschungsvorhaben Dritter (Sino-German Research Group of Palaeozoic Stratigraphy and Palaeobiology), sondern auch eine effiziente Zusammenarbeit bei der Nutzung historischer Museums- und  Universitätssammlungen. Die Kooperationen sind vor allem zur Bearbeitung der diversen Fauna mit Reptilien- und Amphibienskeletten, verschiedenen Arthropoden, Arachniden und Mollusken unabdingbar. Insbesondere profitieren wir von der engen Kooperation mit der TU Bergakademie Freiberg, z.B. den Arbeitsgruppen um Prof. Dr. Jörg W. Schneider (Inst. f. Geologie) und Prof. Dr. Jens Götze (Inst. f. Mineralogie). Während die Präparation und wissenschaftliche Bearbeitung der Vertebratenfunde durch Kooperationspartner des Naturhistorischen Museums Schleusingen (Dr. Ralf Werneburg, Georg Sommer) übernommen wurden, und die TU Bergakademie Freiberg mit Wissenschaftlern (Prof. J. W. Schneider, Prof. C. Breitkreuz, Prof. J. Götze) sowie Studenten seit Beginn der Grabung an Untersuchungen zur Sedimentologie und Vulkanologie, zur Fossilisation und Klassifikation der Organismen des Versteinerten Waldes und zu ihrer Paläobiologie beteiligt ist, machte gerade die Bearbeitung der Arthropodenfunde eine Ausweitung der Zusammenarbeit und Einwerbung externer Kompetenz erforderlich.

Die während eines Expertentreffens im Februar 2012 gewonnenen Forschungsansätze wurden weiter verfolgt, die Fossilreste wurden präpariert und lichtmikroskopisch studiert. Erste Publikationen erschienen (Dunlop & Rößler 2013), weitere sind in Vorbereitung. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Arachniden erfolgte in enger Kooperation mit Dr. Jason Dunlop, Kustos für Chelicerata am Museum für Naturkunde, Leibniz-Institut für Evolutions und Biodiversitätsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Die Ergebnisse des Workshops mündeten unmittelbar in eine bewilligte Projektverlängerung, im Rahmen derer vor allem die tierischen Fossilfunde bearbeitet wurden.

Zum Verständnis der ökologischen Gegebenheiten des versteinerten Waldes erfolgte eine Präsentation und Diskussion der bisherigen Resultate im Kreise des Bereiches Bodenzoologie des Senckenberg Museums für Naturkunde Görlitz im Dezember 2013. Die Erschließung der gesamten fossilen Flora und Fauna sowie ihrer Synökologie im Perm-Ökosystem des Versteinerten Waldes von Chemnitz wird auch weiterhin der vielfältigen Kooperation mit internationalen Experten bedürfen und über die Projektlaufzeit hinaus fortgesetzt werden.

Internationaler Taphonomy-Workshop

Der im März 2012 zum 21. Mal durchgeführte „International Workshop on Plant Taphonomy“ fand in Chemnitz eine breite Präsentations- und Diskussionsplattform. Von der traditionell im Zentrum stehenden Pflanzentaphonomie wird der Fokus unter Einbeziehung tierischer Organismen und von Pflanze-Tier-Interaktionen immer stärker auf die Analyse des gesamten Ökosystems verschoben. Eine Schlüsselstellung beim Workshop 2013 in Pilsen nahm die vielfältige Wirkung des Vulkanismus auf Ökosysteme ein.

Internationale Konferenz IPC XIII / IOPC IX 2012

Der Forschungsfortschritt wurde von Dr. Zhuo Feng, Dr. Ronny Rößler und Volker Annacker anlässlich des/der International Palynological Congress / 9th International Organization of Paleobotany Conference (23.-30. August) an der Chuo University in Tokyo, Japan präsentiert und so einem internationalen Fachpublikum zur Diskussion gestellt.

Jahrestagungen der Paläontologischen Gesellschaft

Anlässlich der zum 100jährigen Bestehen der Paläontologischen Gesellschaft am Museum für Naturkunde Berlin organisierten Jubiläumstagung wurde eine Vorexkursion in das Perm von Chemnitz durchgeführt. Hier wurden neben der aktuellen Grabung in Chemnitz-Sonnenberg auch ausgewählte Funde und Forschungsergebnisse des laufenden Projekts einem internationalen Publikum vorgestellt. Prof. Paul Selden, University of Kansas, USA, konnte für die Mitwirkung bei der Bearbeitung der Skorpione gewonnen werden. Auf der anschließenden Tagung in Berlin konnten auf dem von Dr. L. Kunzmann, Prof. M. Krings und Dr. R. Rößler organisierten Symposium „Gymnosperm Evolution: Major Events and Mysteries“ neue Resultate bei der Erforschung der Farnsamergattung Medullosa vorgestellt werden. Das ebenfalls in Berlin präsentierte Poster “Anatomically preserved calamitaleans from the Permian of Tocantins (Parnaíba Basin, NE

Brazil) exhibit growth form diversity” verbindet die permischen Floren von Chemnitz mit jenen im Nordosten Brasiliens. Vergleichende Studien mündeten auch in das am 08.10.2012 abgeschlossene Promotionsprojekt von Rodrigo Neregato, der im November und Dezember 2011 als Gastforscher in Chemnitz weilte. Im September 2013 wurden neben dem eingeladenen Vortrag „The Petrified Forest of Chemnitz – a Permian Pompeii“ insbesondere neue Resultate über die Arthropodenfunde (First

arthropods from an Early Permian forest ecosystem reveal ecological diversity at the Chemnitz Fossil Lagerstätte, Saxony, Germany) und den Paläoboden als  Lebensraum (First Early Permian Palaeosol Ecosystem – The Petrified Forest of Chemnitz, Germany) präsentiert.

Videodokumentation

In unserer Mediathek finden Sie 13 Filme, die im Rahmen dieses Projektes entstanden. Gegenstand sind die Herangehensweise und die Erkentnisse unserer Forschungen.

Galerie
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EIN FENSTER IN DIE ERDGESCHICHTE

Die Chemnitzer und Besucher der Stadt wandeln auf einem wahren Schatz. Im Untergrund der Stadt liegt seit 290 Millionen Jahren ein Wald begraben. Das Projekt "Ein Fenster in die Erdgeschichte" verfolgt das Ziel, diese Besonderheit, den Versteinerten Wald und seine Erforschung durch eine ständige Ausgrabungsstelle erlebbar zu machen und somit neben der wissenschaftlichen Bearbeitung auch touristisch zu erschließen.

Projektbeschreibung und Zielstellung

 

EFREProjektzeitraum:
Beginn: 2010 | Dauer: -

Projektbeschreibung:

Vor etwa 290 Millionen Jahren begrub der explosive Ausbruch des Zeisigwald-Vulkans im östlichen Teil des heutigen Chemnitz einen äquatornahen Regenwald an Ort und Stelle unter sich. Die Voraussetzungen, dieses vielfältige prähistorische Ökosystem wieder freizulegen, sind hier einzigartig auf der Welt: Die kostbaren aussagekräftigen Fossilien blieben unmittelbar an bzw. nahe ihres ehemaligen Standortes im Biotop erhalten und wurden Zelle für Zelle mineralisch konserviert.

Historische und aktuelle Funde aus Chemnitz, u.a. auch aus dem Stadtteil Sonnenberg belegen dies seit Jahrhunderten: Einer der größten aus Chemnitz bekannten Stämme wurde 1900 an der Einmündung Uhlandstraße/Glockenstraße gefunden. Die geologische Begleitung von Tiefbaumaßnahmen der letzten Jahre zeigte, dass die Brachflächen im Karree Hainstraße – Glockenstraße – Uhlandstraße – Stiftsstraße für Funde versteinerter Bäume, so genannter Kieselhölzer prädestiniert sind.

Sowohl Größe als auch Lage der zu evaluierenden Fläche ließe die Errichtung eines einzigartigen „Fensters in die Erdgeschichte“ zu. Hier soll nach positiver Bewertung der Erkundungen ein Grabungsfeld entstehen, welches als touristische Attraktion das Alleinstellungsmerkmal des Versteinerten Waldes für die Bürger und Gäste der Stadt erst erlebbar macht. Die versteinerten Bäume sollen Stück für Stück aus den vulkanischen Gesteinsschichten freigelegt und in-situ konserviert werden. Dem Besucher werden sich so unvergessliche Einblicke in die spannungsgeladene erdgeschichtliche Vergangenheit unmittelbar vor der Haustür bieten.

Die Realisierung des Projektes offeriert die Chance zur überregional ausstrahlenden Aufwertung des Stadtteils Sonnenberg.

Teilnehmer/-innen

Das "Fenster in die Erdgeschichte" ist ein langfristig angelegtes Grabungsvorhaben des Museums für Naturkunde Chemnitz. Mit Hilfe der EFRE-Förderung konnte die notwendige Infrastruktur errichtet und erste Grabungen begonnen werden.

Ergebnisse
 

Das Gelände ist besucherfreundlich fertiggestellt und im Jahr 2012 wurde offiziell mit der Grabung begonnen. Der aktuelle Fortschritt kann über die installierten Webcams verfolgt werden. Fundmeldungen erfolgen über die Grabungswebseite.

Galerie
Weitere Links
 
Weitere Informationen zur Grabung auf unserer Seite

"Fenster in die Erdgeschichte" Grabung Sonnenberg

Internetseite des Grabungsteams mit allgemeinen Informationen

www.grabungsteam-chemnitz.de

Facebookseite des Grabungsteams mit aktuellen Informationen

www.facebook.com/GrabungsteamChemnitz

Youtubekanal des Grabungsteams mit Videos über die Grabung

www.youtube.com/GrabungsteamChemnitz


 
NEWS FROM THE PERMIAN
international jewellery art and the Petrified Forest in Chemnitz

The local geological features of the Petrified Forest Chemnitz are in the focus of the current international jewellery art project. Eleven artists from seven countries met on the 31st of January to the 2nd of February 2013 for a joint symposium at the natural history museum of Chemnitz. 

Project description and its goals

 

Project duration:
Beginning: 31.01.2013 | Time span: 1 Year

Project description:

The local geological features of the Petrified Forest Chemnitz are in the focus of the current international jewellery art project.

Eleven artists from seven countries met on the 31st of January to the 2nd of February 2013 for a joint symposium at the Museum für Naturkunde Chemnitz. During this meeting, there were a lot of important, interesting and exciting moments: the main point was the selection of the stones and another one was the analysis of the materials of Chemnitz and their history. Then, in a joint brainstorming, artists and organizers discussed the further project schedule and planned the first exhibition of the art works for October 2013.

The artists now are developing new unique jewellery pieces made from selected stones of petrified wood back home in their ateliers. This phase will continue until August 2013, when the artists will send their finished works to the Museum für Naturkunde Chemnitz.

Every juwellery artist should be able to create at least three objects using just a piece of the petrified wood from the Petrified Forest of Chemnitz, they do not have any restrictions regarding format and character of the work, their outcomes could be both jewellery or objects.

Expose to the Kick off Symposium
Schmuckkunst und versteinertes Holz.pdf (2.0 MiB)
Artists
Portraitmontage Künstler Permschmuck

Flora Vagi, Ungarn   www.floravagi.net
Prof. Georg Dobler, Deutschland   Georg Dobler
Margit Jäschke, Deutschland   www.margit-jaeschke.de
Märta Mattsson, Schweden   www.martamattsson.com
Beate Eismann, Deutschland   www.beate-eismann.de
Prof. Deganit Stern Schocken, Israel   www.deganitschocken.com
Heike Lau, Deutschland   www.juwelier-roller.de
Birgit Laken, Niederlande   www.birgitlaken.nl
Martin Papcun, Slowakei   www.papcun.net
Beate von Appen, Deutschland   www.schmuck-beatevonappen.de
Mari Ishikawa, Japan / Deutschland   www.mari-ishikawa.de

Curator: Prof. Ines Bruhn, www.inesbruhn.de

 

Results
 
Exhibition

Leipzig, Grassimesse 25.10.2013 bis 27.10.2013
Chemnitz, Museum für Naturkunde 30.10.2013 bis 19.01.2014
Ljubljana (Slowenien), Rathaus 15.10.2014 bis ...
Hanau, Deutsches Goldschmiedehaus - 01.02.2015 bis 07.05.2015

Videos

http://klimt02.net/exhibitions/index.php?item_id=31723

Gallery
Other links

ON A TRESURE HUNT IN CHEMNITZ
First Scientific excavation Chemnitz Hilbersdorf 2008-11

Seit über 300 Jahren werden in Chemnitz Pflanzenfossilien gesammelt und erforscht. Vor 291 Millionen Jahren ereignete sich dort wo sich heute Chemnitz befindet, eine Katastrophe. Ein Vulkanausbruch erzeugte eine Glutlawine, die einen ganzen Wald mit seinen Bewohnern begrub. Ein Glücksfall für die Wissenschaft! Die Voraussetzungen, genaue Kenntnis über die Lebewelt des Perms zu erlangen, In Chemnitz besteht die so einzigartig wie an kaum einem Ort auf der Erde, weil die Fossilien nicht verfrachtet wurden und Zelle für Zelle erhalten blieben.

Project Description and Targets

 

Period of time:
Start: 2008 | Period: 2 Years + 1 Year extended

Funding:
Freundeskreis des Museums für Naturkunde e.V. - Sachmittel
Spenden

Project Description:
Vor sehr langer Zeit wuchs auf heutigem Stadtgebiet tropischer Wald. Der Äquator lag gleich um die Ecke und es war mollig warm. Merkwürdige Pflanzen reckten ihre Blätter zum Himmel. Plötzlich ein Grollen. Gott Vulcanus schickt glühend heiße Wolken über das Land. Alles Leben vergeht und wird unter einer dicken Ascheschicht begraben. Unglaublich aber wahr: die Pflanzen bleiben Zelle für Zelle in Stein erhalten. Und sie liegen noch immer zahllos unter unserer Stadt!

„Wo denn?“ lautet die wohl häufigste Frage. Auch wir haben sie uns gestellt und schon waren wir mittendrin in der Schatzsuche! Wichtige Spuren fanden sich in der ehrwürdigen Sammlung unseres Museums. Doch nicht die farbenprächtigen Anschliffe lieferten Hinweise, sondern die handgeschriebenen Etiketten. Auf diesen kleinen Zettelchen fanden wir oft den Fundort „Höhe 340,8m“. Auf der geologischen Karte von 1906 ist er zwischen Zeißstraße und Frankenberger Straße eingezeichnet. Damals wurde der Stadtteil Hilbersdorf gerade errichtet, Felder mussten dichter Bebauung weichen. Heute erinnert nur noch ein schmaler Streifen Land an die originale Oberfläche des Hügels, das Gelände vor der Druckerei Dämmig an der Frankenberger Straße. Hier stand noch nie ein Haus und 340,8m ist nur einen Steinwurf entfernt. Hier soll nun die erste wissenschaftliche Grabung des Museums für Naturkunde neue Erkenntnisse zur Flora und Fauna des Perms liefern.

Participants
Students
Students

In this project the Museum für Naturkunde Chemnitz was supported by the Freundeskreis, over 200 voluntary excavation helpers, pupils, students, scientists and many organizations.

Results
 

The Petrified Forest of Chemnitz is an internationally outstanding, 291 ± 1.5 million year old fossil site, which was created by an explosive volcanic eruption, and of an entire forest ecosystem of plants and animals and their interactions on the spot. This unique "Pompeii of the Permian" represents an enormous potential to investigate the relationships between organisms and their environment in times of drastic environmental changes. Because of the late Palaeozoic (Carboniferous / Permian boundary) was the last extensive ice age before the ice age of our day (Pleistocene until today). It includes climatic fluctuations and changes of different intensities, allowing the study of diverse reactions biota. Only such an understanding of ecological and evolutionary phenomena sharpens our sense of what is possible with a global perspective, if we look to the future now.

Fossils > 2000

Plants:

550 finds of petrified plants  (53 tribes in situ organ relationships)

Vertebrates:

  • 5 reptiles
  • 2 amphibians
  • isolated bones / teeth

Invertebrates:

  • 2 Millipedes
  • 1 Centipede
  • 1 Arthropleura
  • 5 arachnids
  • Snails

In addition, 635 rock samples, 18,000 photos, 10,500 3D measurement points, 6 hrs. Digital Video

Documentary

DVD - Auf Schatzsuche in Chemnitz (24 Min)

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Museum für Naturkunde Chemnitz | Moritzstraße 20, 09111Chemnitz
Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9-17 Uhr | Sa, So 10-18 Uhr
www.naturkunde-chemnitz.de | info@naturkunde-chemnitz.de
Tel. 0371 - 488 45 51 | Fax 0371 - 488 45 97